So geht es mir jetzt als katholischer Priester
Bayerische Provinz der Kapuziner stellt sich MissbrauchsfällenOrdensmänner und Priester haben Kinder und Jugendlichen sexuell missbraucht. Das ist unverzeihlich. Die Opfer leiden ihr Leben lang darunter. Furchtbar, was ihnen angetan wurde. Die Täter müssen mit aller Härte bestraft werden.
Sie haben am schlimmsten den jungen Menschen geschadet. Und mit ihrem unverzeihlichen Tun auch noch dem ganzen Seelsorgeberuf geschadet.
Ich kenne Priester, die beim Familiengottesdienst nicht mehr einfach unbeschwert mit Kindern umgehen. Junge Ordensmitbrüder sind sehr zurückhaltend geworden, wenn es darum geht, eine Fahrradtour mit Jugendlichen in den Sommerferien zu planen?
Das alles sind wirklich geringere Sorgen als die der Opfer. Ich möchte jedem einzelnen von Ihnen sagen: Ich schäme mich für Mitbrüder, die in dem heiligen Vertrauen zwischen ihnen und den jungen Menschen unsäglich versagt haben. Und ich schäme mich für alle, die das in Kirche und Orden vertuschen wollten.
Trotzdem – es darf keinen Generalverdacht für alle geben, sonst wird Seelsorge steril und distanziert…! Und ist damit keine Seelsorge mehr…! Wer sein Leben Gott geweiht hat, muss einfach auf die Menschen zugehen, wie Jesus es tat. Ich wünsche Kindern und Jugendlichen Priester und Ordensleute, die weiterhin spontan und herzlich mit ihnen umgehen.
Ihr

Abbonieren Sie meinen Predigtpodcast via iTunes